Sternenhimmel im April

Sternenhimmel im April

Im April beginnt die Monats Tour mit dem Fuhrmann. Sein Hauptstern Capella ist der viert hellste Stern des nördlichen Himmels und ist im April sehr auffällig. Der Fuhrmann enthält viele wunderschöne Sternhaufen. Die hellen Offenen Sternhaufen Messier 36, Messier 37 und Messier 38 sind beeindruckende Objekte in jedem Fernrohr.

Messier 38 findet man auf der Mitte der Linie zwischen Theta und Iota Aurigae.

Messier 37 findet man links der Mitte einer gedachten Linie von Theta zu Nath. Und M36 liegt ungefähr in der Mitte zwischen Messier 37 und Messier 38. Blickt man in der Verlängerung des Perseus nach Süden, wandert der Blick dabei über Zeta Persei zu dem Offenen Sternhaufen der Plejaden im Sternbild Stier.Auffällig ist in dem Sternbild die dreieckige Anordnung von Sternen um den orangefarbenen Hauptstern Aldebaran der im Sternbild das Auge des Stiers darstellt.

Der Stern Nath markiert die Spitze des oberen Stierhorns. Südlich von Nath finden Sie Zeta Tauri. Dieser Stern markiert die Spitze des unteren Stierhorns. Ungefähr ein Grad nordwestlich von Zeta liegt der berühmte “Krebsnebel“ Messier 1, dieser ist ein Supernovaüberrest der am 4. Juli 1054 von einem Chinesischen Hofastronom entdeckt wurde.

Etwas unterhalb des Sternbilds Stier finden Sie das imposante Sternbild Orion. Es enthält zahlreiche helle Sterne und schöne Nebelregionen, mit deren Beobachtung Sie in einer klaren Winternacht bei guten Bedingungen Stunden verbringen können. Der Orionnebel Messier 42 der uns schon seit Januar begleitet sowie die Reflexionsnebel M43 und NGC 2024 und M78. Diese sind die bekanntesten Nebel im Sternbild Orion.

Zum April gehört auch das Sternbild Löwe. Südlich der Mitte der Verbindungslinie von Regulus und Coxa können Sie bei dunklem, klarem Himmel im lichtstarken Fernrohr die Galaxiengruppe Messier 95, Messier 96 und Messier 105 finden. Mit demselben Gerät kann man auf der Mitte zwischen Iota Leonis und Coxa die Galaxiengruppe Messier 65, Messier 66 und NGC 3628 beobachten.

Ein sehr markantes Sternbild des Monats April ist „Bootes“ der Bärenhüter dessen roter Hauptstern „Arktur“ nicht zu übersehen ist. Zieht man eine gerade Linie von Arktur nach Norden so stößt man auf den Kugelsternhaufen Messier 3.

Das Sternbild Herkules ist ein muss für den Frühlingshaften Beobachtungsabend. Ziehen Sie eine Linie von Eta Herkulis nach Zeta Herkulis, so finden Sie im Fernglas nach einem Drittel dieser Linie ein rundliches Nebelfleckchen. Im Teleskop ab vier Zoll Öffnung und bei einer Vergrößerung ab 80 fach erweist sich dieses Objekt als kugelige Ansammlung zahlloser, winziger Sterne. Das ist der Kugelsternhaufen Messier 13.

Wenn Sie nun von Eta Herkulis ungefähr 8,5° nach Norden schwenken, so können Sie bei dunklem Himmel im Fernglas ab 10×50 ein weiteres kleines verwaschenes Fleckchen erkennen erkennen. Dies ist der Kugelsternhaufen NGC 6229. Dieser Kugelsternhaufen lässt sich aber nur mit großen Teleskopen in Einzelsterne auflösen, denn er ist viel weiter von uns entfernt als Messier 13.

Schwenken Sie nun von Pi Herkulis ungefähr 6,3° nach Norden, so stoßen Sie auf den Kugelsternhaufen Messier 92. Dieser Sternhaufen ist so hell wie Messier 13, aber er erscheint deutlich konzentrierter. Wenn Sie nun mit Ihrem Teleskop von Rutilicus ungefähr 4° nach Nordosten schwenken, so finden Sie im Okular bei niedriger Vergrößerung einen blaugrünen, ca. 9m hellen Stern in einem Feld schwacher Sterne. Das ist der Planetarische Nebel NGC 6210. Steigern Sie nun die Vergrößerung 130 fach, so zeigt sich der Stern als eine, blaugrünliche Scheibe mit einem zentralen Stern.

Neulich aus der Kamera

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