Sternenhimmel im September

Sternenhimmel im September

Das Sternbild Schwan, das nun langsam immer günstiger wird zu beobachten, enthält viele kleine Offene Sternhaufen, die im Teleskop bei hoher Vergrößerung aufgelöst werden können. NGC 6811 ist kleiner Haufen, der wenige schwache Sterne enthält. Diesen finden Sie nordwestlich von Delta Cygni.

Unter guten Beobachtungsbedingungen können Sie bei dunklem, klarem Himmel mit dem Fernglas etwas östlich von Deneb den ausgedehnten Nebel NGC 7000 erkennen, der unter dem Namen Nordamerika Nebel bekannt ist. Für die Beobachtung mit einem Teleskop ist dieser Nebel zu groß.
Wenn gute Beobachtungsdüngungen vorliegen, können Sie mit lichtstarken Teleskopen auch den Cirrusnebel beobachten. Dieser Supernova Überrest bietet im Fernglas einen fantastischen Anblick. Dieser komplex ist ein riesiges Gebiet, so gehören die Objekte NGC 6960, NGC 6974, NGC 6979, NGC 6992, NGC 6995 und IC 1340.


Die hellsten Sterne des Schützen bilden am Himmel eine Anordnung, die spontan an eine bauchige Teekanne mit Deckel erinnert. In unseren Breiten wird die Beobachtung dieser Himmelsobjekte durch die horizontnahe Position des Sternbilds häufig beeinträchtigt.

Wenn der Himmel klar und einigermaßen dunkel ist, so können Sie mit bloßem Auge 2,5° nordöstlich von Lambda einen kleinen Lichtschimmer erkennen. Schon im Fernglas und in kleinen Teleskopen erweist sich dieser als ein heller Kugelsternhaufen, der selbst in kleinen Teleskopen in Sterne aufgelöst werden kann. Es handelt sich hierbei um den Kugelsternhaufen Messier 22, er ist tatsächlich der hellste Kugelsternhaufen am Nachthimmel über unserer Nordhalbkugel.

Ungefähr 6° nördlich von Nash stoßen Sie auf Messier 8, den berühmten “Lagunennebel“. Dieser große und mit Dunkelwolken strukturierte Nebel enthält den Offenen Sternhaufen NGC 6530 mit nadelfeinen Sternen. Nordwestlich von Nash stoßen Sie auf zwei weitere Kugelsternhaufen dies sind NGC 6522 und NGC 6528.

Ungefähr 1,5° nordwestlich von Messier 8 finden Sie Messier 20, der “Trifidnebel“. Bei sehr günstigen Beobachtungsbedingungen zeigt er sich schon im Fernglas und kleinem Teleskopen als eine leuchtende Wolke, die von dunklen Staubbändern in drei Teile aufgeteilt erscheint.

Ein Grad nordwestlich von Lambda stoßen wir auf ein weiteres kleines Wölkchen, den Kugelsternhaufen M28. Etwa 4° nördlich von My Sagittarii liegt Messier 17, der als Omeganebel bekannt ist, und dazwischen dehnt sich die große Milchstraßenwolke M24.

Das Sternbild Leier steht nun fast im Zenit. Es ist ein sehr kleines Sternbild. Durch den Hellen Stern Vega ist dieses Sternbild sehr leicht zu identifizieren. Südlich von Vega liegt der kleines Parallelogramm aus Sternen, der von dem Doppelstern Zeta Lyrae, dem Doppelstern Delta Lyrae, aus Gamma Lyrae und aus Sheliak gebildet wird. Zwischen den Sternen Gamma Lyrae und Sheliak finden Sie den Planetarischen Nebel Messier 57, der unter dem Namen “Ringnebel“ bekannt ist. Südöstlich von Gamma Lyrae können Sie im Teleskop den kleinen Kugelsternhaufen Messier 56 beobachten.

Das Sternbild Pfeil finden Sie zwischen Schwan und Adler.

Die drei Sterne Eta, Gamma und Delta Sagittae bilden den „Schaft“ des Pfeils, Alpha und Beta Sagittae stellen die „Steuerfedern“ dar. Östlich von Delta Sagittae finden Sie ein weiteres Nebelfleckchen, das sich bei etwas höherer Vergrößerung in Teleskopen ab sechs Zoll Öffnung als dichter, dreieckig geformter Sternhaufen enttarnt. Das ist Messier M71.

Nördlich des Steinbocks leuchtet am Himmel ein auffällig heller Stern.

Das ist der 1,7 m helle Enif. Nordwestlich von Enif finden Sie im Sucher den Kugelsternhaufen Messier 15. Schon in Teleskopen ab zehn Zoll Öffnung wird Messier 15 schon in einzelne Sterne aufgelöst. Nordwestlich von Matar steht die finden Sie die Spiralgalaxie NGC 7331. In größeren Teleskopen ab zehn Zoll Öffnung können in der näheren Umgebung von NGC 7331 weitere Galaxien beobachtet werden.

Neulich aus der Kamera

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