Sternenhimmel im November

Sternenhimmel im November

Nun sind wir im Bereich des Sternbilds Perseus. Betrachtet man seinen Hauptstern Mirfak im Fernglas, sieht man ihn umgeben von vielen hellen, blauen Sternen, dem Sternhaufen Melotte 20. Beeindruckend in jedem Gerät, das ein großes Gesichtsfeld bietet sind die beiden prächtigen Sternenhaufen h und chi, die mitten auf der Linie von Ruchba nach Gamma Persei liegen. Ein weiterer großer, aber vergleichsweise schwacher Offener Sternhaufen ist NGC 1245, der südlich von Mirfak zu finden ist. In der Verlängerung nach Süden stößt man auf den 2mag hellen Algol dem bekanntesten Bedeckungsveränderlicher Stern des Himmels. Nach jeweils 2 Tagen, 20 Nordwestlich von Algol zeigt ein Fernglas den Offenen Sternhaufen M34. Für die Beobachtung mit dem Teleskop ist M34 fast zu ausgedehnt, im Teleskop zeigt er jedoch einige Doppelsterne. Südlich von M34 zeigt ein lichtstarkes Fernrohr bei mittleren Vergrößerungen die Galaxis NGC 1023.


Der Hauptstern im Sternbild Fuhrmann ist Capella , der vierthellste Stern am nördlichen Sternenhimmel. Die hellen Offenen Sternhaufen M36, M37 und M38 in diesem Sternbild sind beeindruckende Objekte in jedem Fernrohr, bei klarem Himmel sind sie in der Regel schon im Sucherfernrohr gut zu sehen.

M38 finden wir auf der Mitte der Linie zwischen Theta und Iota Aurigae. M37 finden wir links der Mitte einer gedachten Linie von Theta zu Nath. M36 liegt ungefähr in der Mitte zwischen M37 und M38. Neben diesen bekannten Sternhaufen bietet Fuhrmann weitere schöne Deep-Sky-Objekte. Der Offene Sternhaufen NGC 1907 liegt südlich von M38. Der Offene Haufen NGC2281 ist der hellste Sternhaufen im Fuhrmann. Er liegt auf der Linie von Menkalinan nach Castor von Menkalinan entfernt. Wenn wir unser Fernrohr mit hoher Vergrößerung auf Theta richten, entpuppt sich dieser 2,6 mag helle Stern als enger Doppelstern. Ein weiterer schöner Doppelstern im Fuhrmann ist Omega, er ist als der hellste Stern auf der Linie von Eta nach Iota Aurigae leicht zu finden.

Blickt man vom Perseus Richtung Süden, wandert der Blick über Zeta Persei zu den Plejaden. Dieser Offene Sternhaufen wird auch als Siebengestirn bezeichnet.Die Plejaden sind mit bloßem Auge gut zu sehen und sind in jedem Fernglas und in jedem Spektiv bis 25facher Vergrößerung ein klasse Anblick. Für die Betrachtung im Fernrohr sind die Plejaden zu ausgedehnt. Im Fernrohr ist jedoch die weißblaue Farbe der heißen Sterne dieses Haufens schön zu sehen. Wenn der Himmel dunkel und klar ist, können geübte Beobachter mit Fernrohren langer Brennweite und einer Öffnung ab vier Zoll versuchen, die zarten Reflexionsnebel zu sehen, die von den hellsten Sternen der Plejaden beleuchtet werden.

Die Plejaden gehören zum Sternbild Stier. Auffällig ist in dem Sternbild die dreieckige Anordnung von Sternen um den orangefarbenen Hauptstern Aldebaran , der im Sternbild das Auge des Stiers bezeichnet. Diese Sterne bilden den Kernbereich des Offenen Sternhaufens der Hyaden, der ca. 150 Lichtjahre entfernt ist. Nath markiert die Spitze des oberen Stierhorns. Nath ist ein blauweißer Stern in 160 Lichtjahren Entfernung. Südlich von Nath finden wir den 3mag hellen Zeta Tauri. Dieser Stern markiert die Spitze des unteren Stierhorns.Nordwestlich von Zeta liegt der berühmte Krabbennebel M1, der sichtbare Überrest einer Supernova.

Neulich aus der Kamera

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