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Sternenhimmel im Dezember

Sternenhimmel im Dezember

Gegen Mitternacht passiert der Stier den Meridian. Hier bieten sich die reichen und großen Sternhaufen der Plejaden und Hyaden als ideale und eindrucksvolle Fernglasobjekte am Sternenhimmel im Dezember.

In Fernrohren ab 6 Zoll Öffnung kann man versuchen, knapp ein Grad nordwestlich von Zeta Tauri den Supernovaüberrest M1 zu beobachten. Wenn der Himmel dunkel und klar ist, dann kann man sein mattes Leuchten erahnen.



Wir sehen hier die 7000 Lichtjahre entfernte Explosionswolke der Supernova vom 4. Juli 1056, die sich seitdem mit 40000 km/sec in das umgebende All ausdehnt.

Ca. 3,2° nordöstlich von Aldebaran kann man bei dunklem Himmel und niedrigen Vergrößerungen den ausgedehnten Offenen Sternhaufen NGC 1647 beobachten. Er enthält viele schwache Sterne und einige markante Doppelsterne.

M42, M43, NGC2024 und M78 sind die bekanntesten Nebel im Orion: Es wird kaum eine winterliche Beobachtungsnacht vergehen, ohne dass man dabei den prächtigen M42 zu Beobachten versucht. Der Orion ist auch reich an schönen Doppelsternen. Dazu gehören z. B. Mintaka Alnitak Eta zwischen Mintaka und Rigel, und auch Rigel selbst ist ein Doppelstern.

Sternenhimmel im Dezember

Sternschnuppen im Dezember

Die Geminiden (GEM) sind in diesem Jahr als Sternschnuppen im Dezember gut zu verfolgen, auch wenn der abnehmende Mond nach Mitternacht am Himmel erscheint. Die Raten können in Maximumsnähe bis zu 120 Meteore je Stunde erreichen und der Radiant ist in der gesamten Nacht über dem Horizont.


Die Geminiden

Die Geminiden sind der stärkste Meteorstrom des Jahres mit einem Maximum um den 14. Dezember. Die Geminiden sind besonders eindrucksvoll, weil sie viele helle, typischerweise gelb-weiß leuchtende Meteore hervorbringen. Als Ursprungskörper der Geminiden, die nichts anderes sind als eine die Sonne umkreisende Staubwolke, gilt ein als Asteroid klassifizierter Himmelskörper namens (3200) Phaethon.

Sternenhimmel im November

Nun sind wir im Bereich des Sternbilds Perseus. Betrachtet man seinen Hauptstern Mirfak im Fernglas, sieht man ihn umgeben von vielen hellen, blauen Sternen, dem Sternhaufen Melotte 20. Beeindruckend in jedem Gerät, das ein großes Gesichtsfeld bietet sind die beiden prächtigen Sternenhaufen h und chi, die mitten auf der Linie von Ruchba nach Gamma Persei liegen. Ein weiterer großer, aber vergleichsweise schwacher Offener Sternhaufen ist NGC 1245, der südlich von Mirfak zu finden ist. In der Verlängerung nach Süden stößt man auf den 2mag hellen Algol dem bekanntesten Bedeckungsveränderlicher Stern des Himmels. Nach jeweils 2 Tagen, 20 Nordwestlich von Algol zeigt ein Fernglas den Offenen Sternhaufen M34. Für die Beobachtung mit dem Teleskop ist M34 fast zu ausgedehnt, im Teleskop zeigt er jedoch einige Doppelsterne. Südlich von M34 zeigt ein lichtstarkes Fernrohr bei mittleren Vergrößerungen die Galaxis NGC 1023.




Der Hauptstern im Sternbild Fuhrmann ist Capella , der vierthellste Stern am nördlichen Sternenhimmel. Die hellen Offenen Sternhaufen M36, M37 und M38 in diesem Sternbild sind beeindruckende Objekte in jedem Fernrohr, bei klarem Himmel sind sie in der Regel schon im Sucherfernrohr gut zu sehen.

M38 finden wir auf der Mitte der Linie zwischen Theta und Iota Aurigae. M37 finden wir links der Mitte einer gedachten Linie von Theta zu Nath. M36 liegt ungefähr in der Mitte zwischen M37 und M38. Neben diesen bekannten Sternhaufen bietet Fuhrmann weitere schöne Deep-Sky-Objekte. Der Offene Sternhaufen NGC 1907 liegt südlich von M38. Der Offene Haufen NGC2281 ist der hellste Sternhaufen im Fuhrmann. Er liegt auf der Linie von Menkalinan nach Castor von Menkalinan entfernt. Wenn wir unser Fernrohr mit hoher Vergrößerung auf Theta richten, entpuppt sich dieser 2,6 mag helle Stern als enger Doppelstern. Ein weiterer schöner Doppelstern im Fuhrmann ist Omega, er ist als der hellste Stern auf der Linie von Eta nach Iota Aurigae leicht zu finden.

Blickt man vom Perseus Richtung Süden, wandert der Blick über Zeta Persei zu den Plejaden. Dieser Offene Sternhaufen wird auch als Siebengestirn bezeichnet.Die Plejaden sind mit bloßem Auge gut zu sehen und sind in jedem Fernglas und in jedem Spektiv bis 25facher Vergrößerung ein klasse Anblick. Für die Betrachtung im Fernrohr sind die Plejaden zu ausgedehnt. Im Fernrohr ist jedoch die weißblaue Farbe der heißen Sterne dieses Haufens schön zu sehen. Wenn der Himmel dunkel und klar ist, können geübte Beobachter mit Fernrohren langer Brennweite und einer Öffnung ab vier Zoll versuchen, die zarten Reflexionsnebel zu sehen, die von den hellsten Sternen der Plejaden beleuchtet werden.



Die Plejaden gehören zum Sternbild Stier. Auffällig ist in dem Sternbild die dreieckige Anordnung von Sternen um den orangefarbenen Hauptstern Aldebaran , der im Sternbild das Auge des Stiers bezeichnet. Diese Sterne bilden den Kernbereich des Offenen Sternhaufens der Hyaden, der ca. 150 Lichtjahre entfernt ist. Nath markiert die Spitze des oberen Stierhorns. Nath ist ein blauweißer Stern in 160 Lichtjahren Entfernung. Südlich von Nath finden wir den 3mag hellen Zeta Tauri. Dieser Stern markiert die Spitze des unteren Stierhorns.Nordwestlich von Zeta liegt der berühmte Krabbennebel M1, der sichtbare Überrest einer Supernova.

Sternenhimmel im November

Sternschnuppen im November. Die Leoniden treten Mitte November am Morgenhimmel in Aktion.Ihr Radiant liegt im Löwen rund 10° nordöstlich von Regulus.

Das spitze Maximum ist in der Nacht vom 17. auf den 18 November zu erwarten (gegen 3h) Die Sternschnuppen sind ausserordentlich schnell (um 70 km pro Sekunde) Das Erscheinen der Leoniden geht auf den Kometen 55p/Tempel-Tuttle zurück.
In den letzten Jahren waren die Leoniden sehr aktiv.Es war ein regelrechter „leoniden“ Sturm zu beobachten waren Sie mit tausenden von Sternschnuppen pro Stunde.Nut alle 33 Jahre kllidiert die Erde mit dem Zentrum der Leoniden Wolke.



Auf die Tauriden deren Maximum auf den 12 November fällt können wir uns besonders freuen.(etwa 5 -10 Meteoriten pro Stunde)

Sternenhimmel im Oktober

Sternschnuppen im Oktober. Die Delta Draconiden,auch Oktober Draconiden genannt,sind ein temporärer Strom, deren Radiant im Sternbild des Drachen etwa 3° östlich von y Draconis liegt.

Die Oktober Draconiden den führen ihren Ursprung auf den Kometen 21P/Giacobini-Zinner zurück,weshalb dieser Meteorstrom auch Giacobiniden heißt.Vom 7.bis11 Oktober passiert die Erde relativnahe den abstzeigenden Knoten der Bahn des Kometen 21P.Seine Umlauf Zeit beträgt 6,5 Jahre.



Da die Trümmer wolke schon recht lang gezogen ist und die Meteoriede sich entlang der Bahn verteilt habn,ist mit üb erraschungen zu rechnen.Die Metor häufigkeit schwankt von Jahr zu Jahr erheblich.

Von Anfang Oktober bis in die erste Novemberwoche sind die Orioniden aktiv,deren Ursprung auf den Halleyschen Komet deutet.Mit dem Maximum ist am 21.Oktober zu rechnen, wobei etwa zwanzig bis dreißig Meteore pro Stunde zu erwarten sind.Die frequenz ist von Jahr zu Jahr verschieden.Die Beste Beobachtungszeit. Mitternacht bis 5h morgens.

Der Radiant liegt etwa 10° nordöstlich von Beteigeuze.Es handelt sich bei den Orioniden um sehr schnelle Objekte(um 60 Killometer pro Sekunde).

Sternenhimmel im Oktober

Sternenhimmel im Oktober. Östlich des Schlangenträgers befindet sich der nach oben gerichtete Schwanz der Schlange, markiert durch die Sternenkette aus My Serpentis, Xi Serpentis, Sabik und schließlich Alya als Schwanzspitze. Alya ist ein hübscher Doppelstern für kleine Fernrohre. Beide Partner sind hell und weiß. Der Schlangenträger enthält die hellen Kugelsternhaufen M10, M12 und M14. Sie sind bereits im Fernglas zu entdecken. M12 nordöstlich von Yed Prior und wird schon im kleinen Fernrohr in einzelne Sterne aufgelöst. M10 finden wir östlich von Yed Prior. M14 südlich von Chelebalrai. In der Region südlich von Sabik befindet sich ein haufen weiterer Kugelsternhaufen.
Schwan.

30 Bogenminuten östlich von 16 Cygni erkennen wir im Sternengewimmel bei hoher Vergrößerung ein rundliches, bläuliches Nebelchen. Das ist der Planetarische Nebel NGC6826. Blickt man im Fernrohr direkt auf diesen kleinen Nebel, wird er unsichtbar, und man sieht nur den 10 m hellen Zentralstern des Nebels. Schaut man jedoch neben den Zentralstern, blinkt der Nebel bei diesem indirekten Sehen wieder auf. Daher wird NGC 6826 auch als der “blinkende Planetarische Nebel“ bezeichnet. Südlich von Sadr liegt im Sterngewimmel der Milchstraße der Offene Sternhaufen M29. Er enthält wenige, aber helle Sterne. Deutlich mehr Sterne bietet im Teleskop großer Öffnung der Offene Sternhaufen NGC 6819, der westlich von Sadr zu finden ist. NGC 6819 ist einer der ältesten Offenen Sternhaufen der Milchstraße, mit über 1000 Sternen schwächer als 13m. Ein ausgedehnter Offener Sternhaufen ist M39 ostnordöstlich von Deneb.Man kann mit einem lichtstarkem Beobachtungsgerät auch südlich des südlichen Schwanenflügels den Cirrusnebel beobachten. Dieser ausgedehnte Supernova-Überrest bietet im großen Fernglas einen wunderschönen Anblick. Bei Einsatz eines UHC Filter wird der schwach leuchtende Nebel noch besser sichtbar.Staubwolken, die das Licht der hinter ihnen stehenden Sterne vollständig absorbieren.
Füchschen.



Das Füchslein ist ein unauffälliges Sternbild, das keine hellen Sterne enthält. Es liegt südlich des Sternbilds Schwan und nördlich des Sternbilds Pfeil. Im Füchslein kann man den “Hantelnebel“ M27 finden.M27 ist ein großer und heller Planetarischer Nebel. Er liegt nördlich des 3,5 m hellen Gamma Sagittae. Bei klarem, mondlosem Himmel ist M27 schon im Fernglas zu erkennen. Im Fernrohr zeigt er bei 100facher Vergrößerung eine symmetrische, seitliche Einschnürung, die M27 den Namen “Hantelnebel“ eingetragen hat. In Fernrohren größerer Öffnung kann man im Hantelnebel den 13 m hellen Zentralstern und zahlreiche weitere Strukturen erkennen. Ein Nebelfilter ist hierbei sehr nützlich.
Andromeda

Es ist flächenmäßig eines der größten Sternbilder am Himmel und ist erheblich ausgedehnter, als es die Länge der bekannten Sternenkette der Andromeda vermuten lässt, die von Alpheratz über Delta, Mirach bis Alamak reicht. Dicht bei Mirach finden wir die kleine elliptische Galaxie NGC 404. Südlich von Alamak finden wir den ausgedehnten Sternhaufen NGC 752. Im kleinen Fernrohr zeigt er 60 Sterne, darunter mehrere farbige Doppelsterne.Östlich von Alamak kann man bei dunklem, klarem Himmel in Fernrohren ab 8 Zoll Öffnung die schmale, matte Spindel der Galaxie NGC 891 beobachten.



Östlich von Omikron Andromedae steht der kleine Planetarische Nebel NGC 7662. Er ist schon im Fernglas als blaues Sternchen sichtbar, aber erst bei hoher Vergrößerung zeigt er seine ringförmige Struktur. Dieser Nebel ist auch als der “blaue Schneeball“ bekannt. Südwestlich von NGC 7662 finden wir die kleine Galaxie NGC 7660.

Sternenhimmel im September

Sternschnuppen im September. Im September hält sich die Aktivität der a-Aurigiden noch ungefähr bis zum 8. September. Es können ca. 7 Meteore die Stunde beobachtet werden.

Auch die Anthelion Quelle die Raten von 3 Meteoren je Stunde hat kann nur wenig über den Hintergrund hinausragen. Der Schwerpunkt der Aktivität und somit der Radiant verlagert sich in den Bereich Aquarius und Pegasus.


Sternenhimmel im September

Das Sternbild Schwan, das nun langsam immer günstiger wird zu beobachten, enthält viele kleine Offene Sternhaufen, die im Teleskop bei hoher Vergrößerung aufgelöst werden können. NGC 6811 ist kleiner Haufen, der wenige schwache Sterne enthält. Diesen finden Sie nordwestlich von Delta Cygni.

Unter guten Beobachtungsbedingungen können Sie bei dunklem, klarem Himmel mit dem Fernglas etwas östlich von Deneb den ausgedehnten Nebel NGC 7000 erkennen, der unter dem Namen Nordamerika Nebel bekannt ist. Für die Beobachtung mit einem Teleskop ist dieser Nebel zu groß.
Wenn gute Beobachtungsdüngungen vorliegen, können Sie mit lichtstarken Teleskopen auch den Cirrusnebel beobachten. Dieser Supernova Überrest bietet im Fernglas einen fantastischen Anblick. Dieser komplex ist ein riesiges Gebiet, so gehören die Objekte NGC 6960, NGC 6974, NGC 6979, NGC 6992, NGC 6995 und IC 1340.

Die hellsten Sterne des Schützen bilden am Himmel eine Anordnung, die spontan an eine bauchige Teekanne mit Deckel erinnert. In unseren Breiten wird die Beobachtung dieser Himmelsobjekte durch die horizontnahe Position des Sternbilds häufig beeinträchtigt.

Wenn der Himmel klar und einigermaßen dunkel ist, so können Sie mit bloßem Auge 2,5° nordöstlich von Lambda einen kleinen Lichtschimmer erkennen. Schon im Fernglas und in kleinen Teleskopen erweist sich dieser als ein heller Kugelsternhaufen, der selbst in kleinen Teleskopen in Sterne aufgelöst werden kann. Es handelt sich hierbei um den Kugelsternhaufen Messier 22, er ist tatsächlich der hellste Kugelsternhaufen am Nachthimmel über unserer Nordhalbkugel.

Ungefähr 6° nördlich von Nash stoßen Sie auf Messier 8, den berühmten “Lagunennebel“. Dieser große und mit Dunkelwolken strukturierte Nebel enthält den Offenen Sternhaufen NGC 6530 mit nadelfeinen Sternen. Nordwestlich von Nash stoßen Sie auf zwei weitere Kugelsternhaufen dies sind NGC 6522 und NGC 6528.

Ungefähr 1,5° nordwestlich von Messier 8 finden Sie Messier 20, der “Trifidnebel“. Bei sehr günstigen Beobachtungsbedingungen zeigt er sich schon im Fernglas und kleinem Teleskopen als eine leuchtende Wolke, die von dunklen Staubbändern in drei Teile aufgeteilt erscheint.

Ein Grad nordwestlich von Lambda stoßen wir auf ein weiteres kleines Wölkchen, den Kugelsternhaufen M28. Etwa 4° nördlich von My Sagittarii liegt Messier 17, der als Omeganebel bekannt ist, und dazwischen dehnt sich die große Milchstraßenwolke M24.

Das Sternbild Leier steht nun fast im Zenit. Es ist ein sehr kleines Sternbild. Durch den Hellen Stern Vega ist dieses Sternbild sehr leicht zu identifizieren. Südlich von Vega liegt der kleines Parallelogramm aus Sternen, der von dem Doppelstern Zeta Lyrae, dem Doppelstern Delta Lyrae, aus Gamma Lyrae und aus Sheliak gebildet wird. Zwischen den Sternen Gamma Lyrae und Sheliak finden Sie den Planetarischen Nebel Messier 57, der unter dem Namen “Ringnebel“ bekannt ist. Südöstlich von Gamma Lyrae können Sie im Teleskop den kleinen Kugelsternhaufen Messier 56 beobachten.

Das Sternbild Pfeil finden Sie zwischen Schwan und Adler.

Die drei Sterne Eta, Gamma und Delta Sagittae bilden den „Schaft“ des Pfeils, Alpha und Beta Sagittae stellen die „Steuerfedern“ dar. Östlich von Delta Sagittae finden Sie ein weiteres Nebelfleckchen, das sich bei etwas höherer Vergrößerung in Teleskopen ab sechs Zoll Öffnung als dichter, dreieckig geformter Sternhaufen enttarnt. Das ist Messier M71.

Nördlich des Steinbocks leuchtet am Himmel ein auffällig heller Stern.

Das ist der 1,7 m helle Enif. Nordwestlich von Enif finden Sie im Sucher den Kugelsternhaufen Messier 15. Schon in Teleskopen ab zehn Zoll Öffnung wird Messier 15 schon in einzelne Sterne aufgelöst. Nordwestlich von Matar steht die finden Sie die Spiralgalaxie NGC 7331. In größeren Teleskopen ab zehn Zoll Öffnung können in der näheren Umgebung von NGC 7331 weitere Galaxien beobachtet werden.

Sternenhimmel im August

Im August können die Perseiden gut beobachtet werden. Der Radiant erreicht gegen 22°° Uhr einen gute Höhe über dem Horizont. Die Raten können bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde erreichen. Die Geschwindigkeit liegt bei 59 km/s. Der Radiant liegt im Sternbild Perseus. Der gesamte Aktivitätszeitraum der Perseiden erstreckt sich vom 17. Juli bis zum 24. August. Die Perseiden werden im Volksmund auch Laurentiustränen beziehungsweise Tränen des Laurentius genannt.

Sternenhimmel im August

Das Sternbild Leier steht nun fast im Zenit. Es ist ein sehr kleines Sternbild. Durch den Hellen Stern Vega ist dieses Sternbild sehr leicht zu identifizieren. Südlich von Vega liegt der kleines Parallelogramm aus Sternen, der von dem Doppelstern Zeta Lyrae, dem Doppelstern Delta Lyrae, aus Gamma Lyrae und aus Sheliak gebildet wird. Zwischen den Sternen Gamma Lyrae und Sheliak finden Sie den Planetarischen Nebel Messier 57, der unter dem Namen “Ringnebel“ bekannt ist. Südöstlich von Gamma Lyrae können Sie im Teleskop den kleinen Kugelsternhaufen Messier 56 beobachten.

Nordöstlich von Vega finden wir einen Stern. Das ist Epsilon Lyrae. Schon im Fernglas zeigt sich Epsilon als Doppelstern. Betrachten Sie Epsilon im Teleskop bei ca. 100facher Vergrößerung, so erscheint jeder der beiden Partner von Epsilon selbst wiederum doppelt. Somit besteht Epsilon Lyrae aus vier Sternen, die einander in Jahrhunderten paarweise umkreisen.

Das Sternbild Schwan, das nun langsam immer günstiger wird zu beobachten, enthält viele kleine Offene Sternhaufen, die im Teleskop bei hoher Vergrößerung aufgelöst werden können. NGC 6811 ist kleiner Haufen, der wenige schwache Sterne enthält. Diesen finden Sie nordwestlich von Delta Cygni.

Unter guten Beobachtungsbedingungen können Sie bei dunklem, klarem Himmel mit dem Fernglas etwas östlich von Deneb den ausgedehnten Nebel NGC 7000 erkennen, der unter dem Namen Nordamerika Nebel bekannt ist. Für die Beobachtung mit einem Teleskop ist dieser Nebel zu groß.

Wenn gute Beobachtungsdüngungen vorliegen, können Sie mit lichtstarken Teleskopen auch den Cirrusnebel beobachten. Dieser Supernova Überrest bietet im Fernglas einen fantastischen Anblick. Dieser komplex ist ein riesiges Gebiet, so gehören die Objekte NGC 6960, NGC 6974, NGC 6979, NGC 6992, NGC 6995 und IC 1340.

Die hellsten Sterne des Schützen bilden am Himmel eine Anordnung, die spontan an eine bauchige Teekanne mit Deckel erinnert. In unseren Breiten wird die Beobachtung dieser Himmelsobjekte durch die horizontnahe Position des Sternbilds häufig beeinträchtigt.

Wenn der Himmel klar und einigermaßen dunkel ist, so können Sie mit bloßem Auge 2,5° nordöstlich von Lambda einen kleinen Lichtschimmer erkennen. Schon im Fernglas und in kleinen Teleskopen erweist sich dieser als ein heller Kugelsternhaufen, der selbst in kleinen Teleskopen in Sterne aufgelöst werden kann. Es handelt sich hierbei um den Kugelsternhaufen Messier 22, er ist tatsächlich der hellste Kugelsternhaufen am Nachthimmel über unserer Nordhalbkugel.

Ungefähr 6° nördlich von Nash stoßen Sie auf Messier 8, den berühmten “Lagunennebel“. Dieser große und mit Dunkelwolken strukturierte Nebel enthält den Offenen Sternhaufen NGC 6530 mit nadelfeinen Sternen. Ungefähr 1,5° nordwestlich von Messier 8 finden Sie Messier 20, der “Trifidnebel“. Bei sehr günstigen Beobachtungsbedingungen zeigt er sich schon im Fernglas und kleinem Teleskopen als eine leuchtende Wolke, die von dunklen Staubbändern in drei Teile aufgeteilt erscheint.

Ein Grad nordwestlich von Lambda stoßen wir auf ein weiteres kleines Wölkchen, den Kugelsternhaufen M28. Etwa 4° nördlich von My Sagittarii liegt Messier 17, der als Omeganebel bekannt ist, und dazwischen dehnt sich die große Milchstraßenwolke M24.

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